Führung durch die Krise – mit Haltung und Verantwortung für morgen

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Führung mit Haltung in der Krise

Führung mit Haltung in der Krise bedeutet: Klarheit über sich selbst, Mut zur Entscheidung und Verantwortung für morgen. Führungskräfte werden heute von allen Seiten mit Erwartungen konfrontiert. Sie sollen inspirieren, Krisen managen, Veränderungen gestalten, psychologische Sicherheit schaffen und dabei auch noch authentisch wirken. Zugleich ist Führung gerade in Krisen und den daraus resultierenden tiefgreifenden Veränderungsprozessen stärker denn je gefordert. Der Markt an Leadership-Konzepten, Coaching-Methoden und Management-Frameworks wächst Jahr für Jahr. Und doch klagen Unternehmen weiterhin über Führungsversagen, innere Kündigung und fehlendes Vertrauen. Noch immer gilt die alte Weisheit des bekannten britischen Managementforschers Buckingham: Mitarbeitende kündigen nicht dem Unternehmen, sondern verlassen ihre Führungskraft. Diese Personalfluktuation wirkt sich in Zeiten des sich verschärfenden Fachkräftemangels doppelt problematisch aus.

Daher ist es notwendig, die in Unternehmen gelebten Führungsansätze weiterzuentwickeln — hin zu einer Führung mit mutiger und klarer Haltung.

Was ist Haltung in der Führung?

Haltung ist nicht dasselbe wie Stil. Ein Führungsstil kann situativ wechseln: mal direktiv, mal partizipativ, mal coachend. Haltung hingegen ist das, was bleibt, wenn Zeit- und Entscheidungsdruck steigen. Sie ist die innere Überzeugung. Sie ist die Absicht, aus der heraus eine Führungskraft handelt. Sie zeigt sich darin, wie sie Menschen wahrnimmt. Worin sie ihre Aufgabe sieht. Wofür sie bereit ist, Mut aufzubringen — auch wenn es unbequem wird. Und wie sehr sie bereit ist, als Führungskraft in die Sichtbarkeit für ihre Mitarbeitenden zu gehen. Denn Führung ist und bleibt zuallererst persönliche Interaktion zwischen Menschen im Unternehmen.

Deshalb muss eine Führungskraft ein feines Gespür dafür entwickeln, wo sie für Mitarbeitende wirklich nahbar sein und in ihrer Haltung Vorbild werden sollte — und wo sie dennoch professionelle Distanz wahren muss. Für alle muss dabei derselbe Standard gelten: Jeder kann, darf und soll eine eigene Meinung haben. Aber niemand verfügt über eigene Fakten. Denn die Fakten sind die objektiven Bedingungen, die ein Unternehmen erfüllen muss, um sich am Markt erfolgreich zu positionieren und zu behaupten.

Für Führungskräfte gilt heute mehr denn je, dass sie vor der Bewältigung multipler und komplexer Fragestellungen einer krisengeschüttelten Zeit stehen. Diese Aufgaben wird ein Unternehmen nur dann meistern, wenn seine Führungskräfte nicht selbst in mühsamer Einzelarbeit die Übersicht verlieren, sondern die Expertise der Mitarbeitenden durch gute Führung mutivierend in den Lösungsprozess hinein organisieren.

Entscheidend ist dabei, dass auch ihre Absicht an diesen Fakten ausgerichtet sein muss. Nur dann wird Erfolg am Markt zu einem Erfolg für alle im Unternehmen — und nicht bloß zu einem Karriereschritt Einzelner, im schlimmsten Fall sogar auf Kosten des Unternehmens.

Als Psychologe und Hochschulprofessor mit über 30 Jahren eigener Führungspraxis, verbunden mit wissenschaftlicher Reflexion dieser Praxis, erlebe ich in Unternehmen, Organisationen und Verbänden immer wieder dasselbe: Technisch und fachlich kompetente Führungskräfte scheitern nicht an fehlenden Methoden. Sie scheitern an mangelnder Klarheit über sich selbst und über ihre Führungs-Haltung. Gerade in Krisen und Veränderungsprozessen wird das oft schonungslos sichtbar. Doch genau darin liegt auch eine Chance: Krisen können zum Ort werden, an dem die eigene Haltung reift, sich schärft und weiterentwickelt.

Die drei Dimensionen glaubwürdiger Führung

1. Selbst-bewusste Führung

Führungskräfte sollten sich ihrer Werte, ihrer Auslöser und ihrer Grenzen bewusst sein. Andernfalls projizieren sie diese unbewusst auf ihre Teams. Eine kritische Reflexion der eigenen Antreiber und möglicher dysfunktionaler Glaubenssätze — etwa: „Führung muss immer so und so sein …“ oder „Mitarbeitende sind immer so und so …“ — kann das eigene Führungsverhalten deutlich funktionaler werden lassen.

Sonst geschieht etwas Fatales: Sie fordern Offenheit, die Sie selbst nicht zeigen. Sie erwarten Fehlerkultur, bestrafen aber eigene Fehler oder die anderer stets aufs Neue. Inkonsistenz aber ist für Mitarbeitende spürbar. Und sie zerstört Vertrauen schneller als jede schlechte Entscheidung. Deshalb verwenden wir den Begriff „selbstbewusst“ in doppelter Weise: Zum einen für das bewusste Kennen der eigenen Selbstüberzeugungen, zum anderen für den Mut, dafür auch selbstbewusst einzustehen.

2. Mutivieren als Führungskompetenz

Mutivieren ist mehr als ein Wortspiel. Es beschreibt eine Grundhaltung: die Bereitschaft, auch in unsicheren Situationen klar zu kommunizieren, unbequeme Wahrheiten auszusprechen, Entscheidungen sichtbar zu treffen und Verantwortung zu übernehmen — nicht, weil es einfach ist, sondern weil es funktional ist. Mut ist kein Temperamentsmerkmal. Er ist eine Entscheidung. Und seine objektive Kerndimension ist die gute Absicht für andere.

3. Absichtsvolle Führung

Es gibt keine universal richtige Führung. Was in einem Start-up funktioniert, kann im Konzern scheitern. Was in einer Stabilisierungsphase trägt, kann in der Krise versagen. Gute Führungskräfte behalten den Kontext und die eigene Absicht im Blick. Daran richten sie ihre Maßnahmen und Methoden aus. Dieser Haltung folgen dann die Ergebnisse und Erfolge.

Was bedeutet das für Unternehmen?

Führungskräfteentwicklung, die auf Haltung zielt, ist eine strategische Investition. Es sind oft die völlig unterschätzten Soft Skills, die die Hard Facts im Unternehmen entscheidend beeinflussen. Unternehmen, die in glaubwürdige Führung investieren, berichten von höherer Bindung, geringerer Fluktuation und besserer Krisenfähigkeit. Nicht als Nebeneffekt. Sondern als direkte Konsequenz und eigentlichen Haupteffekt.

Der Weg dorthin beginnt oft mit einem Impuls: mit einer Keynote, die nicht nur informiert, sondern Denkmuster verschiebt. Die Führungskräfte nicht mit Methoden überhäuft, sondern sie dazu einlädt, die eigene Haltung zu reflektieren und weiterzuentwickeln.

Genau dafür trete ich als MUTSPEAKER ein: Echte Führung sichtbar und damit mutivierend machen.

Lassen Sie uns darüber sprechen.

Sie möchten Führung mit Haltung in Ihr Unternehmen bringen? Sprechen Sie mich an – ich freue mich auf das Gespräch.

Ihr Mutspeaker – Helmut Kleinschmidt